Getötetenzahl im Straßenverkehr auf dem Tiefststand
17.12.2009, Nr.: 25/2009
Laut Prognose der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) werden im Jahr 2009 so wenig Menschen wie noch nie seit Beginn der statistischen Auswertung im Straßenverkehr getötet. Voraussichtlich werden es etwa 4.100 Getötete sein, das sind rund sieben Prozent weniger als im Vorjahr (4.477).
Entwicklung der Getötetenzahl nach Art der Verkehrsteilnahme (Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen)
Vor allem auf Landstraßen ist ein deutlicher Rückgang von etwa elf Prozent zu verzeichnen (2008: 2.721). Betrachtet man nur die Autobahnen so werden es etwa acht Prozent weniger Getötete sein, im Innerortsbereich rund vier Prozent (2008: 1.261).
Je nach Art der Verkehrsbeteiligung ist die Entwicklung der Unfallzahlen unterschiedlich: Bei den Pkw-Insassen starben etwa 13 Prozent weniger Menschen (2008: 2.368). Bei den Moped/Mofa-Fahrern ist mit rund zehn Prozent auf etwa 100 Getötete ein ähnlicher Rückgang wie bei den Fußgängern mit etwa neun Prozent auf weniger als 600 Getötete zu verzeichnen. Während sich die Anzahl der getöteten Radfahrer leicht auf etwa 440 reduziert, stagniert sie bei den Fahrern und Mitfahrern von Motorrädern bei etwa 600.
Im Jahr 2009 beträgt der Rückgang bei fast allen Altersgruppen rund zehn Prozent. Lediglich bei den Senioren fällt dieser mit etwa sechs Prozent auf rund 1.000 Getötete etwas geringer aus.
Erfreulich ist auch die um zehn Prozent rückläufige Entwicklung der Alkoholunfälle (2008: 19.603).
Die Gesamtfahrleistung wird sich nach vorläufigen Schätzungen um etwa 0,5 Prozent auf rund 687 Milliarden Fahrzeugkilometer reduzieren. Das fahrleistungsbezogene Risiko, im Straßenverkehr getötet zu werden, verringert sich damit wie in den Vorjahren - im Jahr 2009 insgesamt um etwa sieben Prozent.
Langfassung: Voraussichtliche Entwicklung von Unfallzahlen und Jahresfahrleistungen in Deutschland - Ergebnisse 2009 (pdf 213-KB)
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