Meilenstein im Projekt SKRIBT erreicht
02.12.2009, Nr.: 24/2009
Im Verbundprojekt "Schutz kritischer Brücken und Tunnel im Zuge von Straßen" (SKRIBT) sind die ersten Arbeitspakete abgeschlossen. Umfassende Sicherheitsanalysen für Brücken- und Tunnelbauwerke wurden durchgeführt. In verschiedenen Szenarien wurden Ereignisse wie Brand, Explosion, Kontamination oder Überflutung mit ihren ursprünglichen Auslösemechanismen verknüpft. Parallel dazu wurden Kataloge mit etwa 140 potenziellen Schutzmaßnahmen ausgearbeitet, aufgeteilt nach baulichen, betrieblichen und organisatorischen Maßnahmen.
Die interdisziplinäre Zusammensetzung des SKRIBT-Konsortiums gewährleistet eine ganzheitliche Betrachtung des Forschungsthemas (Foto: SKRIBT)
Leistungsfähige und sichere Verkehrsinfrastrukturen sind für die Gewährleistung der Mobilität und Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar. Die Einschränkung der Verfügbarkeit von Brücken- und Tunnelbauwerken, als wesentliche Elemente des Straßennetzes, kann weitreichende Auswirkungen für das umliegende Straßennetz und den einzelnen Verkehrsteilnehmer haben sowie erhebliche volkswirtschaftliche Kosten verursachen.
Am 1. März 2008 startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt SKRIBT im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit". Das BMBF fördert das Projekt als Teil der High Tech Strategie zum Thema Schutz von Straßenverkehrsinfrastrukturen. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) übernahm die Projektleitung und –koordination für den Gesamtverbund und ist zusätzlich Ansprechpartner für die ethische und rechtliche Begleitforschung.
Nach der Hälfte der geplanten dreijährigen Bearbeitungszeit wurde nun der Meilenstein des Projektes erreicht.
Mit dem Ziel, kritische Bauwerke als solche identifizieren zu können, ist unter anderem untersucht worden, wie sich außergewöhnliche Ereignisse auf das Bauwerk und die Nutzer einerseits und auf das Vorgehen der Betriebs- und Rettungsdienste andererseits auswirken. Zielstellung der laufenden Aktivitäten ist es, sinnvolle Maßnahmen hinsichtlich ihrer Kosten-Wirksamkeit risikoanalytisch zu bestimmen und diese an ausgewählten Bauwerken zu demonstrieren.
Abgeschlossen wird das Projekt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011.
Weitere Informationen: www.skribt.org
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