Gute Noten vom Wissenschaftsrat
01.12.2009, Nr.: 23/2009
Der Wissenschaftsrat evaluiert alle Ressortforschungseinrichtungen des Bundes. Seit Ende letzten Jahres stand auch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) auf dem Prüfstand. Im April 2009 überzeugte sich eine unabhängige Expertenkommission von der Leistungsfähigkeit der Bergisch Gladbacher Forschungsanstalt.
Die BASt sei als nationales und internationales Kompetenzzentrum auf dem Gebiet des Verkehrswesens anerkannt, heißt es im aktuellen Gutachten. Darüber hinaus wird ihr bescheinigt, dass sie ihre unverzichtbare "Vermittlerfunktion zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis; Bund und Ländern; EU und nationaler Ebene…überzeugend wahrnimmt." Weiter heißt es in der Wissenschaftspolitischen Stellungnahme zur BASt vom 13. November 2009: "Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen der BASt im engeren Sinne sind überwiegend gut, teilweise auch als sehr gut zu bewerten."
Kein Licht ohne Schatten: "teilweise sehr gut" heißt nicht generell sehr gut. Genau das ist aber der Anspruch der Forscher und Forscherinnen der BASt. Der Wissenschaftsrat gibt in seiner Stellungnahme Hinweise, wie dies erreicht werden kann. Die BASt hat begonnen, sich intensiv mit den Empfehlungen des Wissenschaftsrats auseinander zu setzen, um das Gutachten bestmöglich zu nutzen und umzusetzen.
Positiv bewertet der Wissenschaftsrat insbesondere den Aufbau forschungsfördernder Strukturen, die Einwerbung von Drittmitteln im Wettbewerb, die nationale wie internationale enge Vernetzung sowie die Wahrnehmung der wichtigen Aufgabe, universitäre Ergebnisse der Grundlagenforschung so aufzubereiten, dass sie für die Praxis anwendbar werden. Das Engagement der BASt auf europäischer Ebene wird vom Wissenschaftsrat als vorbildlich bezeichnet.
Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder. Er hat die Aufgabe, Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Wissenschaft, der Forschung und des Hochschulbereichs zu erarbeiten sowie zur Sicherung der internationalen Konkurrenzfähigkeit der Wissenschaft in Deutschland im nationalen und europäischen Wissenschaftssystem beizutragen. Seine Empfehlungen sollen mit Überlegungen zu den quantitativen und finanziellen Auswirkungen und ihrer Verwirklichung verbunden sein.
Vollständige Stellungnahme zur BASt zum Download: http://www.wissenschaftsrat.de/texte/9498-09.pdf
Eine Expertenkommission des Wissenschaftsrates besuchte am 29. und 30. April 2009 die BASt. Die Arbeitsgruppe bestand aus Mitgliedern des Wissenschaftsrates und unabhängigen Sachverständigen. Vorne mittig im Bild der stellvertretende Vorsitzende der wissenschaftlichen Kommission, Prof. Dr. rer. nat. Hilbert von Löhneysen (links) und der Präsident der BASt, Dr.-Ing. Peter Reichelt (Foto: BASt)
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