Sicherheitsaudit von Straßen
Liste der Auditoren und Ausbildungsstellen
Das technische Regelwerk zu Planung, Bau und Betrieb von Straßen in Deutschland umfasst hinreichend die Belange der Verkehrssicherheit. Dennoch haben Analysen gezeigt, dass auch neue nach dem Stand der Technik geplante Straßen unfallbelastet sind.
Zur stärkeren Berücksichtigung der Verkehrssicherheit bei Straßenplanungen wurden auf Veranlassung des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und unter Leitung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) von der ad-hoc-Gruppe 2.02 „Sicherheitsaudit für Straßen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) die „Empfehlungen für das Sicherheitsaudit für Straßen (ESAS)“ erarbeitet. Im Jahr 2002 hat das BMVBS empfohlen, die ESAS bei allen Planungen und Entwürfen von Neu-, Um- und Ausbaumaßnahmen als Grundlage für die Abnahme einzelner Leistungsphasen oder zur Qualitätssicherung anzuwenden.

Von der BASt wurden mehrere Forschungsprojekte zur Entwicklung von Schulungskonzepten für Auditoren extern durchgeführt, die von der ad-hoc-Gruppe 2.02 begleitet und deren Ergebnisse in der Schriftenreihe der BASt, Unterreihe Verkehrstechnik, veröffentlicht wurden. Damit stehen zwei Schulungskonzepte zur externen Ausbildung von Auditoren zur Verfügung: für den Bereich der außerörtlichen Straßen und Ortsdurchfahrten (GDV/Bauhaus Universität Weimar/FGSV) und für den Bereich der Innerortsstraßen (Heft V 134). Ein weiteres Schulungskonzept wurde für die amtsinterne Ausbildung von Auditoren entwickelt (Heft V 126).
In enger Abstimmung mit der BASt wird auf dieser Basis derzeit durch das zuständige Fachgremium der FGSV ein „Merkblatt zur Ausbildung und Zertifizierung von Sicherheitsauditoren für Straßen (MAZS)“ erarbeitet, in welchem die Voraussetzungen zur Ausbildung, die Inhalte und der Ablauf der Schulungen sowie der Leistungsnachweis geregelt sind.
Das Sicherheitsaudit wurde in der Mehrzahl der Länder eingeführt und kommt in einigen Kommunen zur Anwendung. Neben organisatorischen Unterschieden ist festzustellen, dass der Umfang der Anwendung stark variiert. Ein Grund hierfür ist die Anzahl der bislang ausgebildeten Auditoren.
Zur Unterstützung der weiteren Verbreitung des Sicherheitsaudits veröffentlicht die BASt die Ausbildungsstellen, die eine Ausbildung von Auditoren gemäß den im Rahmen der Projekte entwickelten Konzepten anbieten sowie eine Liste der Auditoren, die eine Schulung gemäß dieser Konzepte absolviert haben. Die Liste umfasst die Auditoren, die ihr Einverständnis zu dieser Veröffentlichung gegeben haben und nennt die Straßentypen, für die eine Ausbildung zum Auditor absolviert wurde.
Stellen, die eine Ausbildung von Auditoren entsprechend der veröffentlichten Konzepte anbieten und auf der Homepage der BASt angeführt werden möchten, können sich gerne an info@bast.de wenden.
Weitere Informationen
- Auditorenliste (pdf 81-KB)
Ausbildungsstätten/Ausbilder:
- Bauhaus-Universität Weimar: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ulrich Brannolte (pdf 20-KB)
- Bergische Universität Wuppertal: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gerlach (pdf 17-KB)
- BSV Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, Aachen: Dr.-Ing. Reinhold Baier (pdf 14-KB)
- Fachhochschule Gießen-Friedberg: Prof. Dr.-Ing. Andreas Bark (pdf 13-KB)
- Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen: Frau Heike Pohl (pdf 14-KB)
- Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg: Frau Astrid Kaminsky (pdf 17-KB)
- Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern: Dipl.-Ing. Franz Schwarzer (pdf 12-KB)
- Technische Universität Dresden: Prof. Dr.-Ing. Christian Lippold (pdf 13-KB) und Prof. Dr.-Ing. Reinhold Maier (pdf 14-KB)
