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Verkehrsbeeinflussung innerorts

Der Verkehrsablauf wird innerorts hauptsächlich durch Lichtsignalanlagen beeinflusst. Lichtsignalanlagen werden eingesetzt um einen reibungslosen Verkehrsablauf herzustellen, in erster Linie haben Sie jedoch die Aufgabe, die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Dies gilt insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmer.

Da mit einer Lichtsignalanlage unmittelbar in den Verkehrsablauf eingegriffen wird, indem Verkehrsströme mit gemeinsamen Konfliktflächen abwechselnd angehalten oder freigegeben werden, müssen Lichtsignalanlagen besonders sorgfältig entworfen, gebaut und betrieben werden. Wesentliches Regelwerk hierfür sind die Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA). Sie enthalten grundlegende verkehrstechnische Bestimmungen und Empfehlungen für die Einrichtung und für den Betrieb von Lichtsignalanlagen. Neue Forschungserkenntnisse, der technische Fortschritt, die Fortschreibung der gesetzlichen Grundlagen sowie Verordnungen zum Straßenverkehr und andere sich verändernde Rahmenbedingungen fließen in Anpassungen des Regelwerkes zu den Lichtsignalanlagen ein. Das Referat V5 ist sowohl an der Durchführung von Forschungsprojekten als auch an der Umsetzung der neu gewonnenen Erkenntnisse in die Richtlinien beteiligt.

Der Wunsch aller ist es, die Verkehrssicherheit und den Verkehrsablauf langfristig zu verbessern. Damit Lichtsignalanlagen diesen Beitrag leisten können, sind Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement auf einem hohen Niveau erforderlich.

Das bisher in der RiLSA nicht näher ausgeführte und in der Praxis bisweilen eher stiefmütterlich behandelte Kapitel des Qualitätsmanagements (QM) an Lichtsignalanlagen hat seit einigen Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit der neuen RiLSA werden Verfahrensschritte und Maßnahmenvorschläge in Richtung eines erfolgreichen Qualitätsmanagements vorgelegt.

Leitfaden zur Qualitätssicherung

Es wurde ein Leitfaden entwickelt, der das Ziel hat, die Betreiber von Lichtsignalanlagen zur Einführung und Anwendung eines QM von Lichtsignalanlagen zu animieren und durch praxistaugliche Hinweise bei der effizienten Wahrnehmung dieser Aufgabe zu unterstützen. Ein weiteres Ziel des Leitfadens ist es, Argumentationshilfen zu liefern, um die finanziellen und personellen Erfordernisse besser durchsetzten zu können. Der Leitfaden steht als Download zur Verfügung.

Verkehrssteuerung zum Schutz der Umwelt

In letzter Zeit gewinnt auch die Beurteilung und Kontrolle der Luftqualität und die Einhaltung von Grenzwerten für verschiedene Luftschadstoffe immer mehr an Bedeutung. Bei Überschreiten der Grenzwerte müssen durch die zuständige Immissionsschutzbehörde Luftreinhaltepläne und bei der Gefahr der Überschreitung Aktionspläne aufgestellt werden (§11, Absatz 4 der 22. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes- BlmSchV).

Dabei sollen rechtliche und technische Möglichkeiten - auch die der Verkehrssteuerung – genutzt werden, um diese Grenzwerte einzuhalten und damit die Gesundheit der betroffenen Anwohner zu schonen. Intelligente Lichtsignalsteuerungen (verkehrsadaptive Steuerungen) spielen hier eine wichtige Rolle. Mit modellbasierten Steuerungen, die die Veränderungen der Verkehrsnachfrage online ermitteln, werden die Anzahl der Halte und die Höhe der Emissionen sowie der Immissionen von Partikeln und Stickstoffoxiden in Abhängigkeit der Steuerung bestimmt.

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