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proFUND – Prüfung und Optimierung der Meldungsqualität auf Bundesautobahnen und bemauteten Landstraßen

ProFUND ist ein durch das Innovationsprogramm mFUND des BMVI gefördertes Projekt. Es hat das Ziel, den Verkehrsteilnehmern einheitliche, qualitative und nutzerorientierte Informationen über aktuelle sowie zukünftige Baustellen zu liefern.

Das Bild zeigt einen StauQuelle: PRILL Mediendesign - Fotolia

Ausgangslage

Baustellen begegnen nahezu jedem Verkehrsteilnehmer bei seiner Fahrt auf dem Netz der deutschen Autobahnen. Der Ausbau- und Erneuerungsbedarf des deutschen Autobahnnetzes erfordert auch zukünftig die Einrichtung von zahlreichen Baustellen. Häufig sind diese Baustellen für den Verkehrsteilnehmer neben der veränderten – häufig schmaleren – Verkehrsführung Ursache für Staus und Fahrtzeitverluste. Nur durch leicht zugängliche, aktuelle und umfassende Informationen können Verkehrsteilnehmer sich ergebende Verzögerungen planen oder alternative Routen zur Stauvermeidung wählen. Der umfassenden Information der Verkehrsteilnehmer über gegenwärtige sowie zukünftige Baustellen kommt daher eine besonders hohe Bedeutung zu.

Problemstellung

Mit dem Baustelleninformationssystem des Bundes und der Länder (BIS) besteht bereits eine Plattform, in denen Baustellen gemeldet und dargestellt werden. Daneben dient der Mobilitätsdatenmarktplatz (MDM) der BASt, aus welchem das BIS seine Informationen bezieht, als Quelle für weitere Informationssysteme (beispielsweise der Bundesländer oder des ADAC), für Verkehrslagedienste und Rundfunkanstalten. Die Baustellenmeldungen werden über den MDM von den jeweiligen Bundesländern zur Verfügung gestellt. Die Datengrundlagen werden daher oft nicht in einheitlicher Tiefe und Qualität bereitgestellt. Die Meldungen weisen zum Teil große Unterschiede im Umfang, in der Aktualität und in der Nutzerfreundlichkeit der Informationen auf. Zudem werden vor allem Arbeitsstellen kürzerer Dauer (AkD) in der Regel nicht gemeldet.

Vorhabensbeschreibung

Mit dem Projekt proFUND soll die Meldungsqualität von Baustelleninformationen geprüft und nachhaltig optimiert werden. Dazu werden Nutzerfeedbacks und –bewertungen zu Baustellen über eine zu entwickelnde App beziehungsweise Web-App gesammelt und ausgewertet. Durch einen Vergleich der Bewertung der Baustellen aus Sicht der Verkehrsteilnehmer mit den Informationen der Baustellenmeldung aus dem BIS sollen zunächst Defizite in der Meldungsqualität aufzeigt und anschließend Verbesserungspotentiale dargelegt werden. Im Ergebnis soll eine nutzerorientierte Datenmaske bereitgestellt werden, mit der Baustellen einheitlich und benutzerfreundlich im Rahmen der App dargestellt werden können.

Neben den Nutzerbewertungen fließen auch Verkehrslagedaten, sogenannte Floating Car Daten (FCD), in die Untersuchung ein, um staukritische Baustellen zu erkennen und, zusammen mit den Nutzerbewertungen, die Baustellen hinsichtlich ihres verkehrsbehindernden Einflusses zu bewerten. Die Ergebnisse werden den Verkehrsteilnehmern in der App/Web-App anschaulich zur Verfügung gestellt und ermöglichen ihnen bei der Wahl ihrer Route Baustellen besser zu umfahren.

Für besonders auffällige Baustellen sind im Rahmen des Projektes zusätzliche örtliche Untersuchungen geplant, um ggf. relevante Baustellenparameter zu ermitteln, die bei zukünftigen wissenschaftlichen Fragestellungen hilfreich sein können. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen darüber hinaus dazu genutzt werden, die für den störenden Einfluss beziehungsweise die schlechte Wahrnehmung verantwortlichen Faktoren der Baustellen zu identifizieren und die Gestaltung von Baustellen nachhaltig zu optimieren.

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