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Das Projekt InDeV (In-depth Understanding of Accident Causation for Vulnerable Road Users) ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern - wie Fußgängern oder Radfahrern – zu untersuchen und weiter zu verbessern. Neben der BASt sind Forschungseinrichtungen aus sieben Ländern am Projekt beteiligt: Belgien, Dänemark, Kanada, Niederlande, Polen, Schweden, Spanien.

Mit dem Projekt sollen detaillierte Erkenntnisse über die Unfallursachen für alle Verkehrsteilnehmenden gewonnen werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf schwächeren Verkehrsteilnehmern und dem Hergang von Unfällen mit ihrer Beteiligung.

Analyse

Zu Analyse von Unfällen werden üblicherweise Unfalldaten herangezogen. In der Regel können so Korrelationen zwischen verschiedenen Faktoren und der Unfallhäufigkeit aufgedeckt werden. Es ist jedoch kaum möglich, die Kausalketten und ursächlichen Zusammenhänge von Unfällen aufzuzeigen. Im Rahmen des Projektes soll diese Lücke geschlossen werden.

Dazu sollen unfallauslösende Faktoren identifiziert werden, indem der eigentliche Prozess der Unfallentstehung analysiert wird. Dazu soll auch die Beobachtung von kritischen Verkehrssituationen in größerem Umfang in die Analyse einbezogen werden. Gemeint sind Situationen, die in ihrem Verlauf dem Ablauf von Unfällen ähneln, aber nicht zwangsweise mit einem Unfall enden.

Ziele

Im Ergebnis sollen eine Toolbox und ein Handbuch für Sicherheitsanalytiker entwickelt werden. Damit soll es möglich sein, eine detaillierte Ursachenanalyse von Straßenverkehrsunfällen mit schwächeren Verkehrsteilnehmern durchzuführen. So können deren Unfallrisiken bestimmt und spezifische Maßnahmen für diese Verkehrsteilnehmer entwickelt werden.

Durch die Betrachtung von kritischen Verkehrssituationen anstelle von Unfällen, können deutlich schneller Sicherheitsprobleme aufgedeckt und somit geeignete Sicherheitsmaßnahmen früher ergriffen und Unfälle verhindert werden.

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