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Wiederverwendung von Asphaltbefestigungen

Das Foto zeigt das Abfräsen einer Asphaltstraße

Die endliche Verfügbarkeit einzelner Baustoffe, der Aufwand für Gewinnung, Aufbereitung, aber auch der Energieverbrauch und die Emissionen für den Transport zur Baustelle erfordern eine werterhaltende Nutzung natürlicher Baustoffe.

Bereits heute werden in der Summe aller Verwertungsmöglichkeiten über 80 Prozent des anfallenden Ausbauasphaltes wieder als Baustoff eingesetzt. Neben einer weiteren Steigerung dieser Verwertungsquote wird insbesondere bei den neuen Asphaltkonzeptionen eine Steigerung des Wertschöpfungsniveaus angestrebt. Für die innovativen Asphaltbauweisen, die besonderen Anforderungen an die Straße erfüllen, werden oft hochwertigere Baustoffe verwendet, die beispielsweise schlagfeste und polierresistente Gesteine sowie besonders haftungsfähige Bindemittel erfordern. Diese wertvollen Baustoffe müssen daher einer erneuten gleichwertigen Wiederverwendung zugeführt werden.

Effiziente Nutzung

Die BASt initiiert und betreut zahlreiche Forschungsprojekte, um die Möglichkeiten einer effizienten Nutzung von gebrauchten Straßenbaustoffen zu untersuchen. Ein Forschungsprojekt zur Wiederverwertung von Ausbauasphalt aus offenporigem Asphalt zeigte, dass hochwertige Asphaltbinderschichten und Splittmastixasphalte mit hohen Zugabeanteilen an Ausbauasphalt hergestellt werden können, ohne dass eine nachteilige Beeinflussung der Gebrauchseigenschaften im Labor nachweisbar ist.
Neben dem Gestein aus dem Ausbauasphalt spielt das verwendete Bindemittel eine wichtige Rolle für die weitere Verwendung als Straßenbaumaterial. Die Regeneration eines sehr stark gealterten Bindemittels im Asphaltgranulat mit geeigneten Stoffen (Rejuvenatoren), kann eine höhere Wertschöpfungsstufe bei der Wiederverwendung von Asphalt ermöglichen.

Temperaturabgesenkte Asphalte

Das Foto zeigt eine Abfräsmaschine

Heute wird zunehmend mit temperaturabgesenkten Asphalten gebaut. Umweltbewusstsein und Arbeitssicherheit haben beim Straßenbau diese Entwicklung gefördert. Dabei werden viskositätsverändernde organische Zusätze oder viskositätsverändernde Bindemitteln im Walzasphalt angewendet. Derzeit wird untersucht, auf welche Weise viskositätsmindernde Zusätze und deren Art in einem Asphaltgranulat nachgewiesen werden können und ob unterschiedliche viskositätsveränderte Produkte miteinander gemischt werden dürfen.

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