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Dimensionierung von Straßenoberbauten

Die Straße ist eine mehrschichtige Konstruktion aus unterschiedlichen Baustoffen. Sie wird als Straßenoberbau bezeichnet. Um den Belastungen aus dem Verkehr und der Witterung dauerhaft standzuhalten, sind die richtige Wahl des Straßenoberbaus, das Festlegen der Schichtdicken sowie die Qualität der Baustoffe, ihre Verarbeitung und die Qualität des Einbaus ausschlaggebend. Aufgabe der Dimensionierung ist es, die Schichtenfolge und Schichtdicken des Straßenoberbaus in Abhängigkeit von den gewählten Baustoffen und deren Eigenschaften sowie der Verkehrsbelastung festzulegen.

Der Straßenoberbau muss dabei zwei maßgebende Kriterien erfüllen: Zum einen muss er ausreichend tragfähig sein, zum anderen muss der Straßenoberbau eine ausreichende Frostsicherheit aufweisen. Ausreichende Tragfähigkeit bedeutet, dass die Straße eine prognostizierte Verkehrsbelastung für einen festgelegten Nutzungszeitraum, in der Regel 30 Jahre, ohne strukturelle Schädigung aufnehmen kann. Eine ausreichende Frostsicherheit ist dann gegeben, wenn das Wasser durch die ungebundenen Schichten aus dem Straßenoberbau so abgeleitet wird, dass sich kein Wasser in ihm befindet, welches bei tiefen Temperaturen gefrieren und damit zu Schäden führen kann.

Die Dimensionierung von Straßenoberbauten erfolgt nach den "Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen" (RStO) oder auch nach den "Richtlinien für die rechnerische Dimensionierung von Verkehrsflächen mit Asphaltdeckschicht" (RDO Asphalt) beziehungsweise den "Richtlinien für die rechnerische Dimensionierung von Verkehrsflächen mit Betondecke" (RDO Beton).

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