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Einfluss der Temperatur auf die Probekörperherstellung bei Niedrigtemperaturgussasphalt im Rahmen der Kontrollprüfung

BASt-Bericht S 113

Kurt Schellenberg, IFM Dr. Schellenberg Rottweil GmbH

39 Seiten
Erscheinungsjahr: 2017
Preis: 0,00 €

Dieser Bericht steht ausschließlich kostenfrei im elektronischen BASt-Archiv ELBA zur Verfügung.

An insgesamt zehn willkürlich ausgewählten Baustellen wurden Gussasphaltproben für Kontrollprüfungen entnommen. Gleichzeitig wurden unmittelbar auf den Baustellen Probekörper hergestellt, deren Mischgut nicht - wie bei Kontrollprüfungen üblich - ein zweites Mal erhitzt werden musste.

Die Untersuchungen ergaben, dass keine signifikanten Unterschiede bei den statischen und dynamischen Eindringtiefen vorliegen, wenn die Gussasphalttemperaturen bei der Herstellung der Proben 210 °C, 230 °C oder 250 °C betragen haben.

Die bei einer Gussasphalttemperatur von 230 °C hergestellten Proben weisen keine Unterschiede in ihrer Verformungsbeständigkeit auf, wenn die Proben bis zur Prüfung 24, 48 oder 96 Stunden gelagert waren.

Das Ergebnis der Eindringtiefen (statisch und dynamisch) unterscheidet sich, ob die Proben unmittelbar auf der Baustelle hergestellt werden oder - wie bei den Kontrollprüfungen - nach nochmaligem Erhitzen der Gussasphaltmassen im Labor. Der Gussasphalt auf der Baustelle in Probenformen eingefüllt ist eindruckempfindlicher. Die Ergebnisse differenzieren um einen konstanten Faktor von 1,3 - 1,5. Insoweit kann das bisherige Verfahren bei Kontrollprüfungen NT-Gussasphalte in Schalen abgefüllt und abgekühlt zur Herstellung von Probewürfeln für ETstat oder Zylinder für ETdyn ins Labor zur bringen beibehalten werden. Man müsste nur die Grenzwerte für die Beurteilung der NT-Gussasphalte entsprechend festlegen. Das bisherige Verfahren, die Proben nicht direkt auf der Baustelle herzustellen, hat den großen Vorteil, dass keine Stromaggregate und Trockenschränke mitgeführt werden müssen, die in schwierigem Gelände unter freiem Himmel die Herstellung der Proben behindern und zu größeren Streuungen der Messergebnisse führen können.

Die Messergebnisse der statischen Eindringtiefe nach 30 Minuten und der dynamischen Eindringtiefe nach 2500 Lastwechsel liegen auf derselben Höhe, wenn die Eindringtiefen sehr niedrig um und unter 1 mm liegen. Zwischen 1 und 2 mm statischer Eindringtiefe sind die dynamischen Eindringtiefen um das 2-3-fache höher. In Übereinstimmung mit DIN EN 13108-20 ist bei einer statischen Eindringtiefe unter 2,5 mm der Wert der dynamischen Eindringtiefe zu ermitteln, da eine deutlichere Differenzierung der Ergebnisse erreicht und die Verformungsbeständigkeit des Gussasphaltes in der Wärme damit besser angesprochen werden kann. Insoweit sind die national geltenden Vorschriften z.B. ZTV Asphalt-StB 07 und die TL Asphalt-StB 07 an die DIN EN anzupassen.

Influence of temperature on the production of samples with low-temperature mastic asphalt for inspection tests

Mastic asphalt samples were taken from a total of ten randomly selected construction sites for testing. At the same time, test samples were produced directly on the construction site where the mix did not have to be heated a second time, as is otherwise common in inspection tests.

The tests showed that there were no significant differences in the static and dynamic penetration depths at a mastic asphalt temperature of 210 °C, 230 °C or 250 °C during the production of the samples.

The samples produced at a mastic asphat temperature of 230 °C showed no differences in their deformation resistance when the samples were stored for 24, 48 or 96 hours before the test.

There is a difference in the indentation test result (static and dynamic) depending on whether the samples are produced directly at the construction site or – as with the inspection tests – after reheating of the mastic asphalt mix in the laboratory. The mastic asphalt filled into specimen moulds at the construction site is more sensitive to indentation. The results differentiate by a constant factor of 1.3 – 1.5. In this respect, the previous method used for inspection tests - of bringing low-temperature mastic asphalts filled into troughs and cooled down to the laboratory to produce test cubes for static indentation tests (ETstat) or cylinders for dynamic indentation tests (ETdyn) - can be maintained. It is merely necessary to appropriately define the threshold values for the assessment of the low-temperature mastic asphalts. The hitherto method of not producing the samples directly at the construction site has the major advantage that power generators and drying cabinets do not have to be transported, these making the production of the samples difficult in rough terrain in the open, and possibly leading to substantial deviations in the measurement results.

The measurement results of the static indentation test after 30 minutes and of the dynamic indentation test after 2500 load changes are at the same level when the penetration depths are very low around and below 1 mm. At a static penetration depth of between 1 and 2 mm the dynamic penetration depths are 2-3 times higher. In accordance with the DIN EN 13108-20, at a static penetration depth of less than 2.5 mm the value of the dynamic indentation must be determined as a greater differentiation of the results can be achieved and the mastic asphalt’s deformation resistance under heat can be thus better addressed. In this respect, the valid national regulations, e.g. ZTV Asphalt 07 and the TL Asphalt-StB 07 must be amended to comply with the DIN EN.

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