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Unfallanalyse und Sicherheitskonzeption, Verkehrsökonomie

Stand: Juli 2017

Fortschreibung der Unfallkostenrechnung (4288006)
Eine aktuelle, differenzierte und im europäischen Raum vergleichbare Unfallkostenbewertung ist die Voraussetzungen für eine effiziente Verkehrssicherheitsarbeit. Die BASt ermittelt deshalb jährlich die Kosten, die infolge von Straßenverkehrsunfällen entstanden sind. Die Bewertung der Unfallkosten in Deutschland bezieht sich auf unterschiedliche Kostenkomponenten, welche die Kosten der Unfallfolgen abdecken. Personenschäden sind die Schäden, die dadurch entstehen, dass Personen bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet werden. Sachschäden resultieren hingegen daraus, dass Gegenstände (Sachen) durch Unfälle beschädigt oder zerstört werden.

Erfassung der Lichteinschaltquoten bei Tag von Kraftfahrzeugen in Deutschland (Erhebung 2017/2018) (83.035)
Seit dem Oktober 2005 wird das Fahren mit Licht am Tag vom Bundesverkehrsministerium empfohlen. Als Auswirkung der europäischen Richtlinie 2008/89/EG müssen seit Februar 2011 alle neuen Fahrzeugtypen der Klassen M1 und N1 mit speziellen Tagfahrleuchten ausgestattet werden. Seit Sommer 2012 gilt dies auch für die neuen Fahrzeugtypen aller übrigen Klassen. Seit 2007/2008 erhebt die BASt im zweijährigen Rhythmus die Lichteinschaltquoten. Ziel des Projekts ist die Fortführung dieser Erhebungen. Es wird davon ausgegangen, dass sich einerseits Verhaltensänderungen bei Kraftfahrern, aber insbesondere auch die oben genannte verpflichtende Ausstattung von Neufahrzeugen mit Tagfahrleuchten auf den Anteil der bei Tag mit Licht fahrenden Kraftfahrzeuge auswirken. Zur Bewertung der Sicherheitsgewinne durch Tagfahrlicht ist eine kontinuierliche Erfassung der Lichteinschaltquoten erforderlich. Darüber hinaus stellt sich die Frage, ab welcher Quote der Anteil der Fahrzeuge ohne Licht möglicherweise einen Grenzwert erreicht, ab dem eine Verpflichtung zum Tagfahrlicht aus Gründen der Verkehrssicherheit erwogen werden muss. Auch dafür ist ein kontinuierliches Monitoring der Lichteinschaltquoten erforderlich.

Unfallgeschehen von Motorrädern (4216013)
Die fahrleistungsbezogene Unfallbeteiligtenrate für Motorräder lag 2014 etwa viermal höher als die für Pkw. Außerdem handelt es sich bei Motorradnutzern um ungeschützte Verkehrsteilnehmer, die jedoch ähnliche oder sogar höhere Geschwindigkeiten erreichen als Fahrzeuge mit höherem passivem Schutz für die Fahrzeugnutzer. Daraus resultiert für Motorradnutzer im Mittel ein deutlich höheres Verletzungsrisiko im Falle eines Unfalls. Die fahrleistungsbezogene Getötetenrate für Motorräder war 2014 sogar etwa zehnmal höher als für Pkw. Insgesamt waren im Jahr 2015 etwa 18,5 Prozent aller getöteten Verkehrsteilnehmer Motorradnutzer. Die Unfall- und Verunglücktenzahlen der jüngeren Vergangenheit zeigen außerdem eine stagnierende Entwicklung. Nicht zuletzt deshalb wurde das Unfallgeschehen von Motorrädern auf Landstraßen in der Halbzeitbilanz zum Verkehrssicherheitsprogramm 2011 als eines der vier Kernthemen für die zweite Hälfte des laufenden Verkehrssicherheitsprogrammes identifiziert. Im vorliegenden Projekt soll das Unfallgeschehen von Motorrädern auf der Grundlage der amtlichen Unfallstatistik analysiert werden. Ziel ist die Darstellung der aktuellen Unfall- und Verunglücktenstruktur sowie der zeitlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren.

Streckenbezogene Unfallanalysen auf BAB (4288004)
Für die Erkennung von besonders gefährdeten Autobahnabschnitten sind streckenbezogene Unfallanalysen – auch im zeitlichen Vergleich – erforderlich. Streckenbezogene Unfallanalysen bilden eine wichtige Grundlage für die Verkehrssicherheitsarbeit des Bundes und der Länder und dienen der Erfüllung der Berichtspflicht für Straßen des Transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-T) gegenüber der EU. Die BASt schreibt die Analysen jährlich fort.

Alternative Antriebstechnologien: Marktdurchdringung und Konsequenzen (4288003)
Um die zukünftige Entwicklung von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb in Deutschland beurteilen zu können, initiierte die BASt im Jahr 2010 die Einrichtung einer langfristigen Beobachtung des Fahrzeugmarktes und des Unfallgeschehens von Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten. Ziel ist, die tatsächliche Umsetzung des technologischen Fortschritts in marktgängige Produkte zu verfolgen, frühzeitig Kenntnis über die Bestandsentwicklung zu erhalten sowie mögliche Fehlentwicklungen zu identifizieren – insbesondere mit Blick auf die Verkehrssicherheit. Vor allem die Betrachtung des letzten Punktes soll die Möglichkeit schaffen, Vorschläge für eine sinnvolle Steuerung der Entwicklung leisten zu können.

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