Navigation und Service

Passive Fahrzeugsicherheit, Biomechanik

Stand: Juli 2017

Unfallverletzungen in Fahrzeugen mit Airbags (82.576)
Diverse Airbagsysteme für den Schutz der Pkw-Insassen bei Unfällen sind mittlerweile Standardausrüstung moderner Personenkraftwagen. Die Anzahl der im Fahrzeug verbauten Airbags hat zudem in den letzten Jahren zugenommen. Da in den vergangenen Jahren Rückhalte-/Airbagsysteme weiterentwickelt wurden, soll eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation mit Betrachtung der Fehlauslösungen und Verletzungen, die durch Airbagsysteme verursacht wurden, vorgenommen werden. Dafür sollen Unfalldaten ausgewertet werden einschließlich der Analyse der technischen Gegebenheiten und der medizinischen Befunde. Daraus sollen Empfehlungen zu gegebenenfalls erforderlichen Änderungen bei Airbagsystemen gegeben werden. Dieses soll nicht nur durch die Analyse der einschlägigen Literatur und der Unfalldaten, sondern auch durch eigene Aufprallteste, gegebenenfalls unterstützt durch Simulationen, und die Auswertung zugänglicher Testergebnisse erfolgen.

SENIORS (5215004)
Der rasante demografische Wandel in der EU stellt die europäischen Staaten vor große Herausforderungen. Zeitgleich ändern sich auch die Anforderungen an die Mobilität der älteren Bevölkerung. Der Besitz eines Führerscheins trägt heutzutage sowohl für Männer als auch für Frauen erheblich zur Unabhängigkeit bei. Die technische Entwicklung, wie zum Beispiel die Einführung von Elektrofahrrädern, ermöglicht den Zugang zu anderen Fortbewegungsmitteln. Während die Unfallzahlen eine Abnahme der Zahlen für Getötete und Schwerverletzte auf den Straßen der Europäischen Union ausweisen, steigt  der Anteil von älteren Verkehrsteilnehmern bei den Getöteten. Des Weiteren ist ein starker Anstieg von Übergewichtigen in der europäischen Bevölkerung zu verzeichnen, was eine Veränderung von Unfallmustern und –gefahren mit sich bringt. Das SENIORS (Safety ENhanced Innovations for Older Road userS) Projekt stellt den Schutz von älteren und stark übergewichtigen Verkehrsteilnehmern in den Mittelpunkt. Ziel ist die Verbesserung der passiven Fahrzeugsicherheit durch die Adaption von Testinstrumenten, Testverfahren und Testbewertungen aus der Gesetzgebung und Euro NCAP. Computersimulationen und experimentelle Tests bilden die Basis der wissenschaftlichen Entscheidungsgrundlage (www.seniors-project.eu).

Nutzen, Risiko automatisierten Fahrens: Verkehrssicherheit, Verkehrseffizienz und Umwelt (5415005)
Ein wissenschaftlich belastbares Forschungsergebnis zum Nutzen und Risiko des automatisierten Fahrens liegt bislang nicht vor. Schwerpunkt des vorliegenden Forschungsvorhabens ist deshalb die Wirkung automatisierten Fahrens auf die Verkehrssicherheit. Ebenfalls sind Effekte wie eine Änderung bezüglich Kraftstoffverbrauch/CO2-Emissionen und Verkehrseffizienz zu berücksichtigen.

Erhebungen am Unfallort (92.1002)
Aus der amtlichen Verkehrsunfallstatistik lassen sich nur in begrenztem Umfang Informationen zu den Unfallentstehungen, den Unfallabläufen und den Verletzungsmechanismen von Verkehrsunfällen analysieren. Diese Lücke lässt sich schließen, in dem spezielle Erhebungsteams regional Verkehrsunfälle nach rein wissenschaftlichen Aspekten dokumentieren. Um Rückschlüsse von größtmöglicher Allgemeinheit zu erhalten ist es notwendig, dass die regionalen Erhebungen eine Skalierung auf das Gesamtgebiet der Bundesrepublik zulassen. Zu diesem Zweck wurden in der Vergangenheit wissenschaftlich basierte Verfahren entwickelt, die ausgehend vom Erhebungsstandort Hannover, eine Hochrechnung auf das Bundesgebiet ermöglichen. Die Unfalldaten werden in einer gemeinsamen Datenbank gesammelt. Ziel des Projektes ist die Erhebung und Auswertung dieser Unfalldaten für die Erhebungsjahre 2015-2018.

Diese Seite

© 2015 Bundesanstalt für Straßenwesen