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Tunnel- und Grundbau, Tunnelbetrieb, Zivile Sicherheit

Stand: Juli 2017

Expertennetzwerk: Prognosen und Vulnerabilitätsanalysen (2316002)
Einheitliche Ansätze zur Beurteilung und Prognose sowohl der Sicherheit als auch der Verfügbarkeit der Verkehrsinfrastruktur bei ungeplanten und unerwünschten Ereignissen existieren derzeit nicht. Im Rahmen des Projektes sollen Konzepte und Vorgehensweisen für die Quantifizierung I Messung der Verfügbarkeit und Sicherheit von Elementen der Straßeninfrastruktur erarbeitet werden.

Verfahren für Kostenansätze von Straßentunnel (15.577)
Im Rahmen des Neu- und Ausbaus von Bundesfernstraßen stellen Tunnel die kostenintensivsten Anlagenteile dar. Zusätzlich zu den erheblichen Rohbaukosten belasten große Betriebs-, Unterhaltungs- und Erhaltungsaufwendungen den öffentlichen Haushalt. Eine Prüfung der aktuellen Planungen in wirtschaftlicher Hinsicht ist somit essentiell. Erforderlich ist neben der Feststellung aktueller Kosten, eine Darstellung der Kosten für einzelne Gewerke und Positionen sowie für verschiedene Regelquerschnitte und Bauweisen. Ebenso sind Kostensätze für die Betriebstechnik des Tunnels in Abhängigkeit der Tunnellänge, der Betriebsart und des Ausstattungsniveaus nach den Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT) erforderlich. Die Validierung dieser Kostenansätze soll mithilfe aktueller abgerechneter Tunnelbauprojekte erfolgen. Im Weiteren sollen die unscharfen Eingangswerte bei Tunnelbauvorhaben Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sollen zu einer besseren Bewertung von Planungen von Tunnelbauwerken in wirtschaftlicher Hinsicht genutzt werden und somit letztendlich zu einer verlässlichen Kostenplanung von Straßentunnelbauprojekten beitragen.

Cyber-Safe (2315001)
Ziel des Projektes Cyber-Safe ist es, die Sicherheit von Verkehrs-, Tunnel- und ÖPNV-Leitzentralen vor Cyberangriffen zu erhöhen. Die Betreiber sollen besser als bislang mögliche Gefährdungen erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen können. Hierzu werden zunächst bestehende Sicherheitskonzepte auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Für Defizite werden anschließend Verbesserungen erarbeitet und deren Effektivität geprüft.

ECOROADS (2315004)
Ziel des Projekts ist es, die durch eine formale Auslegung der beiden Richtlinien 2008/96/ EG und 2004/54/EG festgelegte Abgrenzung zu überwinden, die in der Praxis getrennte Sicherheitsüberprüfungen für die offene Strecke und für Tunnel vorsieht. Hauptproblem ist, dass zwar aus Sicht des Verkehrsteilnehmers die offene Strecke und der Tunnel eine durchgehende lineare Infrastruktur bilden, die strikte Anwendung der beiden Richtlinien jedoch zu einem nicht einheitlichen Ansatz für das Sicherheitsmanagement für die offenen Strecke und den Tunnel führt. Um diese Abgrenzung zu überwinden, zielt ECOROADS auf die Schaffung eines gemeinsamen erweiterten Ansatzes sowohl für das Sicherheitsmanagement für die offene Strecke als auch für das Tunnelsicherheitsmanagement unter Verwendung von in der Richtlinie 2008/96/EG aufgestellten Konzepten und Kriterien zum Straßeninfrastruktur- Sicherheitsmanagement und unter Einbeziehung der Ergebnisse entsprechender EU-finanzierter Projekte ab.

Vorbereitung von Großversuchen an Stützkonstruktionen aus Gabionen (2315000)
Stützkonstruktionen aus Gabionen haben in den vergangenen Jahren weite Verbreitung erfahren, obwohl bisher für den Nachweis des Versagens eines Einzelelementes (Bestandteil der inneren Tragfähigkeit) kein realitätsnahes Nachweisverfahren existiert. Aus diesem Grund wurde in den ZTV-ING Teil 2 „Grundbau “ die Höhe von Stützkonstruktionen aus Gabionen auf sechs Meter begrenzt. Im Rahmen des Projekts 15.559 wurde bereits ein vielversprechendes Nachweisverfahren vorgeschlagen, das allerdings einer Bestätigung durch Belastungsversuche bedarf. Mit dem aktuellen Projekt sollen Tastversuche an einzelnen Gabionen vorbereitet, durchgeführt und im Hinblick auf die spätere Durchführung von Großversuchen an Stützkonstruktionen aus Gabionen im Maßstab 1:1 ausgewertet werden. Aufbauend auf den Belastungsversuchen soll das vorgeschlagene Nachweisverfahren für das Versagen eines Einzelelementes bei Stützkonstruktionen aus Gabionen bestätigt beziehungsweise angepasst werden.

RESILENS - Realising European ReSILiencE for Critical INfraStructure (2315003)
Kritische Infrastrukturen stellen die grundlegenden Funktionen bereit, die die europäischen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und Umweltsysteme unterstützen. Da sowohl natürliche als auch vom Menschen verursachte Katastrophen und Krisensituationen zunehmend häufiger vorkommen, hat die Sicherstellung der Resilienz kritischer Infrastrukturen höchste Priorität, um Zwischenfällen gegenüber widerstandsfähig, anpassungsfähig und regenerationsfähig zu sein. Die Übertragung der Resilienz von einem theoretischen Ansatz auf operative Maßnahmen, die Best Practices aus dem verwandten Bereich des Risikomanagements und der Schwachstellenanalyse integrieren, liegt im Fokus des RESILENS Projekts. Die BASt ist Partner im Projekt RESILENS. Das Konsortium umfasst zwölf Partner aus ganz Europa, hierunter Universitäten, Verwaltungen, Betreiber und Versorger, kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungs- und technische Organisationen. Das Forschungsprojekt wird von der EU im Rahmen des europäischen Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 gefördert.

Bewertung des bisherigen Ansatzes der theoretischen Nutzungsdauer der betriebs- und sicherheitstechnischen Ausstattung von Straßentunneln im Rahmen der Lebenszykluskostenanalyse (2315006)
Unter der Analyse von Lebenszykluskosten versteht man eine ganzheitliche Betrachtung der Kosten eines Bauwerks über seine gesamte Lebensdauer. Bisher werden bei Entscheidungen über Ausführungsvarianten in der Regel die reinen Herstellkosten als Entscheidungsgrundlage herangezogen. Ziel dieses Projekts ist es, einen Ansatz zu entwickeln, mit dem unter Berücksichtigung der Lebenszyklusaspekte der verschiedenen betriebstechnischen Komponenten eines Straßentunnels eine differenziertere Ermittlung der Nutzungsdauern und deren Einfluss auf die Lebenszykluskosten erfolgen kann. Hierzu sind neben der Recherche von Lebensdauern und tatsächlicher Erneuerungszyklen einzelner Komponenten umfangreiche Untersuchungen zur Ableitung geeigneter Prognosemodelle erforderlich. Dabei sind auch Untersuchungen und Erfahrungen aus anderen Ländern hinzuzuziehen.

Qualitätssicherung und Instandsetzungskonzepte zum Einsatz von PP-Faserbeton zur Verbesserung des Brand- und Abplatzverhaltens von Straßentunnelinnenschalen (15.594)
Die Praxistauglichkeit von PP-Faserbeton konnte in zwei Pilotprojekten aufgezeigt werden. Anhand dieser Erfahrungen wurde der Einsatz von PP-Faserbeton bei Tunnelinnenschalen für den Neubau von Straßentunneln bei Bundesfernstraßen durch Festlegung in den Hinweisen zur ZTV-ING zur Regelbauweise. Vor der Überführung dieser Festlegungen in die Fortschreibung der ZTV-ING sollen weitere offene Fragestellungen bezüglich des Einsatzes von PP-Faserbeton geklärt werden. Hierbei sind insbesondere die Einflüsse der verschiedenen Be¬standteile des PP-Faserbetons auf die Eigenschaften des Frisch- und Festbetons zu klären. Desweiteren sollen Kriterien für die Anwendung und Auswertung von Brand-versuchen geschaffen werden, die eine ausreichende Wirksamkeit jedes spezifi-schen PP-Faserbetons gewährleisten können.

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