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Fahrzeugtechnische Versuchsanlage (FTVA)

Die Fahrzeugtechnische Versuchsanlage (FTVA) der BASt besteht aus einer Halle von 15 Metern Breite und 80 Metern Länge sowie vier Laborräumen zur Vor- und Nachbereitung von Versuchsfahrzeugen. Angeschlossen ist eine vorgelagerte Freifläche mit 50 Metern Anfahrbahn und einer Ausschleuderfläche von 85 Metern Durchmesser.

Die Grafik zeigt eine Schematische Darstellung der Fahrzeugtechnischen VersuchslagePrinzip-Skizze der Fahrzeugtechnischen Versuchsanlage

Die Anlage ist so konzipiert und technisch ausgestattet, dass auf ihr Versuche aus folgenden Aufgabenbereichen der BASt durchgeführt werden können:

  • aktive Fahrzeugsicherheit, Emissionen, Energie,
  • passive Fahrzeugsicherheit, Biomechanik,
  • Wechselwirkung Fahrzeug/Fahrbahn,
  • Straßenausstattung.

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Tests zur aktiven Fahrzeugsicherheit

Fahrzeugtechnische Versuche zur aktiven Fahrzeugsicherheit finden vor allem auf einer 11.350 Quadratmeter großen Kreisfläche im Freien statt. Sie dienen der Beantwortung von Fragen zur Straßenverkehrs-Zulassungsordnung und zu den Richtlinien der Europäischen Union. Auf dieser Freifläche werden auch genormte Versuche zu Aufgabenstellungen der Fahrdynamik und zu Geräuschemission von Fahrzeugen und Reifen durchgeführt.

Crash-Tests

Der Hauptanteil der Forschungsarbeiten auf der Versuchsanlage dient der Verbesserung der passiven Fahrzeugsicherheit und dem Testen von Straßenausstattungen. Für diese Crash-Tests und Anfahrversuche müssen Fahrzeuge in kürzester Entfernung auf bestimmte Geschwindigkeiten gebracht werden. Dies leistet ein Hydraulikmotor mit hydropneumatischem Energiespeicher.

Mit diesem Antrieb können Fahrzeuge bis zwei Tonnen Gewicht auf 120 Kilometer pro Stunde oder bis fünf Tonnen auf 50 Kilometer pro Stunde beschleunigt werden. Der Anprall erfolgt dann entweder gegen den Block oder ein anderes fahrendes Fahrzeug oder eine Einrichtung der Straßenausstattung. Die Anfahrbahn hat eine Gesamtlänge von 130 Metern, davon werden etwa 65 Meter innerhalb der Halle für Anprallversuche gegen den Crashblock genutzt.

Der Crashblock hat ein Gewicht von 90 Tonnen und ist normalerweise in der Anfahrbahn mit einem Fundament von 340 Tonnen verzahnt. Wird die gesamte Anfahrbahn von 130 Metern benötigt, kann der Crashblock aus der Bahn bewegt werden. Vor dem Crashblock liegt eine Filmgrube von 2,5 Metern mal 4 Metern und einer Tiefe von 4 Metern. Die Beleuchtungsanlage erzeugt eine Lichtstärke des fünffachen Sonnenlichts.

Für besondere Fragestellungen steht eine Klimakammer mit Temperaturen von – 20° C bis + 80° C zur Verfügung. Für die Sicherheit des Personals ist entlang der Anfahrbahn ein bewegliches Schutzplankensystem vorhanden, das für andere Nutzungen der Anlage entfernt werden kann.

Die FVTA der BASt ist anerkanntes Prüflabor für Crashtests im Rahmen von Euro NCAP (European New Car Assessment Programme). Hier können Versuche nach Euro NCAP durchgeführt werden: Frontalcrash, Seitencrash und Pfahlanprall.

Weitere Informationen:

Zusatzinformationen

Das Foto zeigt den Antrieb der VersuchsanlageAntrieb der Fahrzeugtechnischen Versuchsanlage

Das Bild zeigt die Lichtanlage der Fahrzeugtechnischen VersuchsanlageLichtanlage der Fahrzeugtechnischen Versuchsanlage

Das Foto zeigt den Seitenanprall eines Fahrzeug mit einer BarriereSeitenanprall mit Barriere

Das Foto zeigt den Crashblock mit installierter Versuchseinrichtung für PfahlanprallVerfahrbarer Crashblock mit installierter Versuchseinrichtung für Pfahlanprall

Das Foto zeigt einen Schlittenversuch mit DummySchlittenversuch mit Hydrobremse

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