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Fahrzeugbeleuchtung

Sicht und Sichtbarkeit

Sicht und Sichtbarkeit sind zwei wesentliche Aspekte der aktiven Fahrzeugsicherheit. Zum einen sind gute Scheinwerfer nötig, um auch nachts ausreichend weit sehen zu können. Zum anderen sollte aber auch das eigene Fahrzeug gut sichtbar sein, um nicht übersehen zu werden. Letzteres gilt sowohl in der Nacht als auch bei Tage. Darüber hinaus sollte die Beleuchtung am Fahrzeug so gestaltet sein, dass sie andere Verkehrsteilnehmer weder irritiert noch blendet.

Im Rahmen von Forschungs- und Gremienarbeit werden diese lichttechnischen Themen mit Einfluss auf die Verkehrssicherheit von der BASt näher betrachtet und bei Bedarf vertieft untersucht. Dabei finden auch die Interessen der schwächeren Verkehrsteilnehmer - Fahrradfahrer und Fußgänger - in Bezug auf die Beleuchtung große Beachtung.

Tagesfahrlicht

Foto zeigt Fahrzeuge mit eingeschaltetem Tagesfahrlicht auf einer Landstraße(Foto: Deutscher Versicherheitsrat e.V.)

Im Zusammenhang mit Tagesfahrlicht wurde auch der Aspekt des Kraftstoffmehrverbrauches durch Fahren mit Licht am Tage untersucht. Günstiger als die Verwendung von Abblendlicht ist der Einsatz von speziellen Tagfahrleuchten. Sind diese mit Leuchtdioden (LED) bestückt, lässt sich der durch Tagesfahrlicht verursachte Mehrverbrauch auf ein Zehntel reduzieren.

Zukünftige Technologien

Die BASt ist auch an der Diskussion über zukünftige Technologien und neue Konzepte beteiligt. Hier sind unter anderem LED-Scheinwerfer, Pixellicht, geänderte Lichtverteilungen, adaptive Leuchten und Strategien zur Vermeidung von Blendung (direkt sowie über die Spiegel) zu nennen. Darüber hinaus besteht die Forschungsfrage, inwieweit Kamera-Monitor-Systeme bestehende Spiegelsysteme sicher ersetzen können.

Sichtbarkeit von motorisierten Zweirädern

Foto zeigt ein Motorrad mit zusätzlicher Beleuchtung bei einem TestTest zur Verbesserung der Erkennbarkeit von Motorrädern bei Nacht

Ziel des Forschungsprojekts 2-BE-SAFE war die Verbesserung der Sicherheit von motorisierten Zweiradfahrern. Im Mittelpunkt stand die Erforschung des Verhaltens und der Ergonomie zur Entwicklung von Gegenmaßnahmen zur Verbesserung motorisierter Zweiräder (Powered Two Wheeler - PTW) und der Fahrersicherheit. Eingeschlossen waren Untersuchungen zu Unfallursachen und menschlichem Versagen sowie eine erste weltweite Fahrstudie mit instrumentierten motorisierten Zweirädern.

Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission nach dem 7. Rahmenprogramm, Thema 7 „Nachhaltiger Land- und Seeverkehr“ mitfinanziert.

29 Partner aus 14 unterschiedlichen Ländern in Europa, Israel und Australien aus Forschungs- und Hochschulinstituten, Verbraucherschutzverbänden und der Industrie waren beteiligt.

Die BASt hat maßgeblich am Arbeitspaket 1 (Unfallstudien) und Arbeitspaket 5 (Verhaltensstudien, insbesondere zur Sichtbarkeit von PTW) mitgewirkt.

Weitere Informationen

Detaillierte Projektergebnisse sind unter folgenden Links zu finden:

Neuartige Scheinwerfersysteme für Motorräder

Die zum heutigen Zeitpunkt übliche Anordnung des Hauptscheinwerfers für Abblendlicht und Fernlicht bei Motorrädern ermöglicht in Kurven durch den Neigungswinkel des Kraftrades nur eine unzureichende Ausleuchtung der Fahrbahn. Die Verbesserung der Fahrbahnausleuchtung wurde bisher weder für eine geänderte Anordnung der Scheinwerfer noch für mögliche zukünftige Scheinwerfersysteme mit Schräglagenkompensation untersucht und war daher Gegenstand eines Forschungsprojekts der BASt.

Im Rahmen der Studie wurden von der BASt zwei neuartige Kurvenlichtsysteme für Motorräder bei Nachtfahrten im realen Verkehr messtechnisch und mit Hilfe von Probandenbefragungen untersucht, um Vor- und Nachteile sowie gegebenenfalls nötigen Änderungsbedarf an lichttechnischen Vorschriften herauszuarbeiten. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der ISAL-Konferenz 2011 in Darmstadt veröffentlicht.

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